Oktoberfest für StudentenNun ist es wieder so weit. Vom 19. September bis 4. Oktober findet das größte Volksfest der Welt in München zum bereits 182. Mal statt und auch zahlreiche Studenten sind wieder dabei.  Zwar ist es ein kostspieliger Ort, um ein frisch gezapftes Bier zu trinken, doch hält das Oktoberfest noch sehr viel mehr an Unterhaltung parat, als das Heben der großen Maßkrüge. Wir stellen hier ein paar Fakten, Infos und Tipps für Studenten rund um die Wiesn‘ vor.

Die harten Fakten zum Oktoberfest

Die Wiesn‘, wie das Fest im Volksmund genannt wird, findet seit 1810 auf den Münchner Theresienwiesen statt. Es zieht im Schnitt über sechs Millionen Zuschauer an (2014: 6,3 Millionen) und erwirtschaftet dabei einen Umsatz von einer Milliarde Euro. Auf dem 31 Hektar großen Festgelände, arbeiten über 12.000 Angestellte, darunter über 1.600 Kellner, die mehr als 60.000 Hektoliter Bier auf die rund 100.000 Sitzplätze in den Zelten verteilen. Der Preis für ein Maß Bier betrug im vergangenen Jahr je nach Festzelt rund zehn Euro (2015: 10,22€ im Schnitt). Studenten müssen also tief in den Geldbeutel greifen – allerdings entspricht eine Maß bekanntlich auch einem Liter Bier. Es wird also durchaus was geboten. Die Münchner Bier-Brauereien bewirtschaften 14 große und 15 kleine Festzelte.

Geschichte der Wiesn‘

Das Oktoberfest begann als ein Pferderennen auf dem heutigen Gelände und erst 70 Jahre später genehmigte die Stadt München den Bier-Ausschank, während ein Jahr darauf die erste Hendl-Braterei auf dem Oktoberfest eröffnete. Aufgrund der traditionellen Lagerung des Bieres hat das auf den „Wiesn“ ausgeschenkte Bier mindestens eine Stammwürze von 13,5%, was zu einem Alkoholgehalt von 5,8 bis 6,4 Volumenprozenten führt. Witterungsbedingt wurde das Fest am Ende des 19. Jahrhunderts in den September vorverlegt, sodass nur noch das letzte Festwochenende in den Oktober fällt. Wer sich eine Vorstellung von den frühen Oktoberfesten machen will, dem sei die zum 200. Geburtstag im Jahre 2010 eröffnete „Oide Wiesn“ – zu deutsch: Alte Wiese – zu empfehlen.

Mit Kleidern zu neuen Leuten

Das Oktoberfest steht traditionell für Trachten. Lederhosen und Dirndl gehören für Studenten also fast schon dazu und wer möchte seine Kommilitonen nicht mal auch im bayrischen Traditionskostüm sehen? Außerdem sind die Wiesn‘ super, um neue Leute kennen zulernen. Vor allem in den großen Festzelten haben sich an den langen Tafeln (und nach der einen oder anderen Maß) schon so manche Liebespaare gefunden.

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Höhepunkte des Oktoberfestes

„O’zapft is!“ – Das ist der bekannte Ausruf des Münchner Oberbürgermeisters zur Eröffnung des Oktoberfestes. Dem voran geht der traditionelle Einzug der Wiesn-Wirte und Brauereien. Um Punkt zwölf erfolgt dann der Anstich des ersten Bierfasses im Schottenhammel-Festzelt, gefolgt von 12 Böllerschüssen, die den anderen Festzelten den Beginn des Bierausschankes signalisieren.

Am ersten Wiesn-Sonntag findet auch einer der größten Trachtenumzüge weltweit auf dem Oktoberfest statt. Dabei ziehen über 8000 Teilnehmer in Trachten vom Maximilianeum zur Festwiese.

Eine Attraktion gerade für junge Menschen ist der Rummel. Allein über 200 Schaustellerbetriebe, darunter in etwa 80 Fahrgeschäfte, sorgen für den entsprechenden Nervenkitzel. Sind einige Schausteller-Familien schon seit dem Beginn des letzten Jahrhunderts dabei, kommen auch jedes Jahr wieder neue Attraktionen hinzu. In diesem Jahr eröffnet zum Beispiel die weltgrößte Geisterbahn „Daemonium“ sowie die weltweit größte und schnellste Mega-Schaukel „Konga“.

Preiswertes für Studenten

Ein Argument für den Wiesn-Besuch ist sicherlich der freie Eintritt. Allerdings gilt dieser nicht für die Festzelte. Hier ist in der Regel eine Reservierung notwendig. Während die Bierpreise nur gering schwanken, lassen sich bei den kulinarischen Spezialitäten deutlich größere Unterschiede in den Festzelten erkennen. Das preiswerteste Essen ist ein Apfelstrudel im Hofbräu-Zelt für 6,40€ und das teuerste eine Schweinshaxe mit Knödel und Krautsalat im Weinzelt für 23,80€ – der Klassiker, ein Halbes Hendl (Brathähnchen) kostet überall rund 10€. Eine entsprechende trachten-ähnliche Kostümierung lässt sich im Vorfeld zu günstigen Preisen realisieren und das Mitsingen der alljährlichen Wiesn-Hits, von denen das meist gesungene prämiert wird, ist gänzlich kostenfrei. So lässt sich mit 50€ bereits ein, wenn auch sparsamer, Wiesn-Besuch erleben. Wer aber auf das klassische Festzelt-Erlebnis nicht verzichten möchte, der sollte rund 100€ einplanen. Das ist zwar nicht sehr günstig, aber dafür ein unglaubliches Event, das jeder Student mal ausprobiert haben sollte. In diesem Sinne O’zapft is.

 

Info: Dieser Artikel ist Teil der Blogparade auf muenchen.de.

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