Elearning20 Schüler sitzen in einem Klassenraum und folgen den Worten eines Lehrers, der sein Wissen an einer Tafel stehend an sie weitergibt. So oder so ähnlich stellen sich wohl viele Menschen die klassische Konstellation vor, wenn es um die Vermittlung von Lerninhalten geht. Doch die Situation ließe sich auch ohne Klassenraum durchspielen, auch ohne Tafel, womöglich gar ohne Lehrer.

Die Rede ist vom E-Learning, also dem Lernen, bei dem digitale Medien zur Präsentation und Distribution von Lerninhalten genutzt werden. Der Begriff und das, wofür er steht, haben sich seit Mitte der 1990er in Deutschland etabliert. In Zukunft, so Experten, soll das Lernen mithilfe digitaler Medien gar noch wichtiger werden und in vielen Bereichen die klassischen Lernformen ersetzen. Doch auch im Bereich des E-Learnings unterscheidet man inzwischen verschiedene Formen.

Lernen als Gemeinschaftserlebnis

Die Variante, die der klassischen Konstellation bestehend aus Lehrer, Schüler und Klassenraum am meisten ähnelt, ist wohl das virtuelle Seminar. Hierbei handelt es sich um eine Unterrichtsstunde oder eine Vorlesung, die per Web-Cam über das Internet ortsunabhängig an die Lernenden übertragen wird. Auch Weiterbildungsanbieter greifen mittlerweile vermehrt auf diese Form der Wissensvermittlung zurück. So bietet etwa die WBS Training AG Live-Unterricht an, im Rahmen dessen die Lernenden über Bildschirm, Headset und Mikrofon mit ihren Fachtrainern interagieren können. Doch sogar in der Arbeitswelt gibt es bereits einige Ausläufer. So kann man ein Bewerbungsgespräch heutzutage auch schon mit Hilfe von Skype führen.

Eine weitere Form des E-Learnings ist das sogenannte Web Based Training (WBT). Darunter versteht man das Lernen mithilfe eines internet- oder intranetbasierten E-Learning-Programms. Die Lernenden haben hier zusätzlich die Möglichkeit, sich über Online-Foren, Weblogs, Chats etc. mit anderen Lernenden auszutauschen und Fragestellungen gemeinsam als Team zu bearbeiten.

Lernen auf eigene Faust

Eine ähnliche Form des Lernens verbirgt sich hinter dem Begriff Computer Based Training (CBT). Hierbei eignet man sich mithilfe eines E-Learning-Programms, das lokal auf der Festplatte eines Rechners installiert ist oder auf CD-Rom abgespielt wird, Lerninhalte an. Anders als beim WBT ist der Lernende jedoch komplett auf sich allein gestellt – wie auch beim Mobile Learning.

Unter Mobile Learning versteht man das Lernen unter Zuhilfenahme mobiler Endgeräte. Lernapplikationen werden auf Smartphones oder Tablet Computer downgeloadet und vermitteln ortsunabhängig spezifisches Wissen an die App-Nutzer.

Wer eine spielerische Form des Lernens bevorzugt, sollte sich einmal mit sogenannten Serious Games befassen. Diese digitalen Spiele ermöglichen dem Lernenden, sich aktiv mit einem Lernstoff auseinanderzusetzen und sich ihm spielerisch zu nähern.

Für all diejenigen, die die Vorzüge des E-Learnings zu schätzen wissen, auf klassische Unterrichtsformen jedoch partout nicht verzichten möchten, empfiehlt sich wiederum das integrierte Lernen, auch Blended Learning genannt. Darunter fallen alle Lehrszenarien, die nicht ausschließlich face-to-face oder online ablaufen, sondern den klassischen Präsenzunterricht mit Online-Veranstaltungen kombinieren.

Schließlich bieten beide Lernformen, E-Learning wie auch das „klassische“ Lernen, ihre ganz eigenen Vorteile.

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E-Learning: Das Lernen der Zukunft

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