Die Auswahl an Notebooks ist in den letzten Jahren eminent gestiegen. Mittlerweile gibt es verschiedenste Produktkategorien wie zum Beispiel Ultrabooks, Gamernotebooks und Notebooks, welche den PC im Wohnzimmer ersetzen können. Da die Spezifikationen der Geräte sehr unterschiedlich sind und die Menge neu vorgestellter Notebooks nahezu täglich zunimmt, ist es wichtig sich im Klaren zu sein, was für ein Gerät benötigt wird. Wir wollen Euch daher in diesem Artikel verraten, auf welche Kriterien man beim Kauf eines Notebooks achten sollte.

Die Größe ist entscheidend

Wohnungseinrichtung
© Rainer Sturm / pixelio.de

Da es sich bei einem Notebook um ein Universalgerät handelt, muss vorher genau geklärt werden, welcher Anwendungsbereich abgedeckt werden soll. Der Käufer ist meist auf die einmal gewählte Hardware und Ausstattung festgelegt, denn bei vielen Notebooks lässt sich jene Hardware nicht erweitern. Erweisen sich später Prozessor oder Grafikkarte als zu leistungsschwach, ist dies sehr ärgerlich.

Zuvorderst steht daher die Frage im Raum, welche Display-Größe gesucht ist. Soll das Notebook den heimischen Standcomputer ersetzen, oder ist es als mobiler Begleiter für die Uni gedacht? Die maximale Display-Größe liegt im Regelfall bei 17 Zoll. Diese Geräte sind prima für den Gebrauch in den eigenen vier Wänden geeignet, sind aber weder besonders portabel noch besonders ausdauernd. Soll das Notebook als Arbeitstier im Uni-Alltag bestehen, sind Geräte mit 13,3 Zoll eine gute Wahl. Sie wiegen meist weniger als 2 Kilogramm, liefern Akkulaufzeiten von bis zu 8 Stunden und bieten ein genügend großes Display, um darauf arbeiten zu können. Aufgrund der weitreichenden Anschlüsse bietet sich selbst ein 13,3 Zoll Gerät für den stationären Betrieb an.

Nach dem die Frage der Display-Größe geklärt ist, steht die Frage im Raum ob das Display matt oder spiegelnd sein soll. Im Großteil der Notebooks ist ein Glare-Display verarbeitet. Der Vorteil liegt darin, dass es heller wirkt und Farben kräftiger dargestellt werden, als bei einem matten Display. Für passionierte Gamer oder Cineasten sind solche Displays grundsätzlich zu empfehlen. Problematisch wird es allerdings aufgrund der starken Reflektion des Umgebungslichts. Einsätze unter freiem Himmel oder in Räumen mit direkter Beleuchtung erschweren das Ablesen der Bildschirminhalte immens. Notebooks mit einem matten Display (non-glare) sind für Arbeiten in der Uni eher zu empfehlen, wenngleich die Farben etwas weniger brillant dargestellt werden.

Probieren geht über Studieren

Die Layouts der Tastaturen und Touchpads differenzieren sich sehr voneinander. Einige Anwender mögen eine stabile Tastatur mit einem klar definierten Druckpunk der Tasten. Andere Anwender hingegen bevorzugen es, wenn die Tastatur leicht nachgibt. Aufgrund der unterschiedlichen Größenangaben der Geräte ist die Anordnung der Tasten teilweise unterschiedlich. Ähnlich verhält es sich mit den Touchpads. Einige sind sehr großzügig dimensioniert, währenddessen andere eher schwergängig zu erreichen sind. Es empfiehlt sich daher unbedingt vor dem Kauf einige Modelle zu auf Herz und Nieren zu testen. Auf dem Weg zum Wunsch-Notebook ist dies unvermeidbar.

Ein weiteres Kaufkriterium betrifft die Qualität und Verarbeitung des Notebooks. Große Namen wie Samsung, Acer, Asus oder Toshiba versprechen hohen Service und tolle Qualität, aber werden diese Versprechen auch gehalten?
In nahezu allen Notebooks werden identische Komponenten der gleichen Hersteller verbaut. Ob Prozessor von Intel oder AMD oder Festplatte von Seagate, Western Digital oder Samsung – die Qualitätsunterschiede liegen im Detail. Jene Details betreffen meist die Verarbeitung von Gehäuse und Tastatur sowie die Güte des Displays.

Aufgrund dessen, dass fast alles im Inneren des Notebooks miteinander verlötet ist, muss meist das komplette Gerät getauscht werden. Als Kunde sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein solcher Umtausch bei konfigurierter Markenware erheblich länger dauern kann. Viele Argumente sprechen also für ein qualitativ gutes und hochwertiges Gerät. Das Notebook als Zweitrechner für bloße Office-Arbeiten kann durchaus weniger preisintensiv sein. Wird es jedoch als mobiles Arbeitsgerät genutzt, muss es mehrere Jahre lang ausreichend Leistung bringen und der Markeninhaber sollte guten Service bieten. Es lohnt sich daher immer die Preise der verschiedenen Geräte und Hersteller zu vergleichen.

Fazit

Der interessierte Käufer muss nicht die Qual der Wahl haben. Dank Testberichten in Zeitschriften, Erfahrungswerten in Fachforen und Preisvergleichsportalen findet jeder sein Wunsch-Notebook.

Folgende Kriterien sind vor dem Kauf zu beachten:

Die Größe: Soll das Gerät mit 17 Zoll den Heimcomputer ersetzen, oder darf es ein mobiles und kleines Ultrabook sein?

Der Anwendungsbereich: Reine Arbeitstiere sind naturgemäß günstiger als teure Highend-Boliden. Ist sich der Kunde dieses Fakts bewusst, kann er viel Geld sparen.

Das Display: Soll es matt oder spiegelnd sein? Diese Frage lässt sich mit dem Anwendungsbereich verknüpfen. Ist der richtige Display-Typ gefunden, steht dem Vergnügen mit den mobilen Computern nichts im Wege.

Die Ausstattung: Genügen mir 4 GB. Arbeitsspeicher oder muss es mehr sein? Viele namhafte Hersteller ermöglichen die Konfiguration des Notebooks nach eigenem Gusto. Doch Vorsicht: Hier kann es richtig teuer werden!

Bildquelle: Das oben verwendeten Bild stammt von www.pixelio.de. Alle Rechte liegen beim Copyright-Inhaber: © Rainer Sturm

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Worauf ist beim Kauf eines Notebooks zu achten?

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Ein Gedanke zu „Worauf ist beim Kauf eines Notebooks zu achten?

  1. Ersteinmal ein Lob für den gelungenen Artikel 😉

    Würde allerdings noch ergänzen das es sich durchaus auch lohnen kann ein gebrauchtes Gerät zu nutzen. Für viele Ansprüche reichen die Geräte nämlich schon durchaus aus, man muss natürlich bedenken das eventuell ein neuer Akku hermuss, da diese meistens nichtmehr allzulange halten.

    Gruß

    Simon

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